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Heilung im “Sulgener Schwarzwaldklinikum” (Schwarzwälder Bote, 08. Januar 2010/5):
 
Narrenzunft erweckt Hansel zur fünften Jahreszeit / 316 Tage lang Staub angesetzt
 
SCHRAMBERG-SULGEN (Lothar Herzog) - Die Narrenzunft Sulgen wächst und gedeiht kräftig. Gleich zehn Feurenmoosgeister sowie eine Kaffeedohle wurden nach bestandener Kleidleprüfung in die Zunft neu aufgenommen.

Dies erstaunte selbst den schlagfertigen Präsidenten Hape Marte, der beim traditionellen Abstauben im Flair-Hotel  “Zum Hasen” am Dreikönigstag viele kleine und große Narren und den “kühlen Dirk aus dem hohen Norden” (Musiker) im Schwarzwald begrüßte.

“Es wird höchste Zeit, dass der Hansel aus seinem Schlaf erweckt und abgestaubt wird. Mir ist zu Ohren gekommen, dass er zugenommen habe”, frotzelte der Narrenchef schelmisch.
 
Ob seine Vermutung dann auch zutraf, als die Elferräte den großen Kratten aus dem Verlies ein paar Häuser weiter holten und den Deckel öffneten, blieb der Fantasie und Abwägung jedes Einzelnen überlassen.

Auf jeden Fall stand der 316 Tage lang schlummernde “Krattenmacher” nach der gründlichen Entstaubung durch Gildemeister Sascha Bopp zunächst ganz schön wackelig auf den Beinen, ehe er sich nach kräftigem Schütteln an die neue Freiheit gewöhnt hatte und putzmunter durch die Gaststube hüpfte.

Jede Menge Arbeit hatte das hochnotpeinliche Narrenprüfgericht um Kurt Weisser und Rolf Bühler, die das Häs von zehn kleinen und großen Feurenmoosgeister und einer Kaffeedohle auf Herz und Nieren untersuchen mussten, ehe der Gildemeister den Stempel der Freigabe aufdrückte.

Nach dem ersten kleinen Brezelsegen, bei dem die neuen Kleidlesträger gleich im Takt des Sulgener Narrenmarschs mit springen durften, verriet der Präsident das Motto der Sulgener Fasnet 2010, das im Gegensatz zum Vorjahr mit “Deutschland” wieder als gereimter Vierzeiler verfasst wurde und aktueller nicht sein könnte. “Ob OP, an Gips oder nu a Schpritz, Entbindung, gar an Schlag vom Blitz - Heilung un älles drum herum, im Sulgener Schwarzwaldklinikum!”

Nach Durststrecke finanzielle Wende geschafft (Schwarzwälder Bote, 04.11.2009/255):
 
Sulgener Narren schließen das Geschäftsjahr 2008 mit kleinem Überschuß ab / Roman Lasota neuer Schrift- und Geschäftsführer
 
SCHRAMBERG-SULGEN (lh) - Die Narrenzunft Sulgen hat nach mehreren Jahren die finanzielle Wende geschafft und das Geschäftsjahr 2008 mit einem kleinen Überschuß abgeschlossen, wie Zunftpräsident Hape Marte bei der Hauptversammlung verriet.
 
Im Gasthaus “Paradies” in Hintersulgen erklärte Marte, dass für das positive Kassenergebnis in erster Linie der im vergangenen Jahr erstmals erhobene Sonderbeitrag ausschlaggebend gewesen sei.
 
Des Weiteren berichtete er von zahlreichen Bewirtungsaktionen, die aus seiner Sicht alle ein zufrieden stellendes Ergebnis gebracht hätten. Groß seien die Augen des Narrensamens geworden, als der Nikolaus bei der Weihnachtsfeier prall gefüllte Geschenktüten mit viel Lob und wenig Tadel verteilt habe.
 
Bewährt habe sich die vor dem traditionellen Abstauben am Dreikönigstag einberufene Gildeversammlung, in der Termine und anstehende Änderungen besprochen worden seien. Das gelungene Abstauben im Gasthaus “Hotel zum Hasen”, bei dem gleich drei Zunftballette Spalier standen, sei von zwei herausragenden Ehrungen geprägt gewesen, unterstrich der Präsident und erinnerte an Ronald Herrmann, der aufgrund seiner Verdienste um die Fasnet zum Ehrenmitglied, beziehungsweise zum Obernarr ernannt wurde, sowie an Franz Winterhalter zu dessen 50-jährigem Jubiläum als Bühnenmaler. Für sprichwörtlich feuchte Augen habe das Männerballett anlässlich ihres elfjährigen Bestehens beim Zunftball gesorgt und die Halle zum Toben gebracht, lobte Marte und räumte ein, für ihn sei es heute noch unbegreiflich, was die verschiedenen Männerformationen an diesem Abend alles auf die Bühne gezaubert hätten.
 
Dies seien unglaublich sensationelle Darbietungen gewesen, mit der Jury als Sahnehäubchen, schwärmte der Zunftpräsident. Beim Bürgerball, der fast ausschließlich von den Aktiven der Zunft gestaltet worden sei, habe man nahtlos an das gute Niveau der Vorjahre angeknüpft. Der Fasnetsonntagumzug bei herrlichem Narrenwetter, gigantischen Mottowagen und tollen Fußgruppen hätte wie in den Vorjahren viel mehr Zuschauer verdient gehabt, wiederholte sich Marte nur ungern.
 
Nur zwei kritische Anmerkungen fügte er zur rundum gelungenen Fasnet 2009 hinzu: Zum einen war dies die bei der Umzugsbewertung in Sulgen aufgekommene Mißstimmung, die man wieder ausräumen wolle und zum anderen der schwache Besuch beim Kickerball des SV Sulgen, der im kommenden Jahr besser organisiert werden soll.
 
Bei der Hauptversammlung der Narrenzunft Sulgen gab es bei den turnusmäßigen Wahlen zum Teil Veränderungen. Klaus Bühler wurde jetzt offiziell als stellvertretender Zunftkassier und Elferrat gewählt, nachdem er diese Funktionen schon seit dem Abstauben am Dreikönigstag kommissarisch übernommen hatte.
 
Einstimmig bestätigt wurden die bisherigen Elferräte Thomas Klukas, Hape Marte, Ulrich Schäfer, Kurt Weisser und Werner Worpitz. Während Rolf Bühler als stellvertretender Zunftpräsident für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren gewählt wurde, rückt Roman Lasota als Schriftführer neu in das Präsidium. Er löste Michael Hoppe ab, der sich nicht mehr zur Wahl stellte.
 
In den Hanselgildeausschuß wurden die bisherigen Amtsträger Alexandra Flaig, Joachim Weisser und Lothar Karrenberg wiedergewählt. Berufsbedingt schied Janina Lasota aus.

Roman Lasota (Mitte) hat Michael Hoppe (links) als Schrift- und Geschäftsführer abgelöst. Klaus Bühler (rechts) ist neues Mitglied im Elferrat und neuer stellvertretender Zunftkassier. Wiedergewählt wurde Hape Marte (Zweiter von rechts) und Vizepräsident Rolf Bühler (Zweiter von links).

Generationswechsel am Zunft-Füller (02.11.2009):
 
Obernarr Michael Hoppe übergibt das Schriftführeramt an Nachfolger Roman Lasota
 
SCHRAMBERG-SULGEN (bü) - Am vergangenen Samstag, 31. Oktober hielt die Narrenzunft Sulgen ihre alljährliche Vollversammlung (wir berichten noch) im Vereins-Gasthaus “Paradies” in Hintersulgen, ab.


 Hierbei fanden auch Veränderungen innerhalb des Elferrates statt.

Obernarr und Elferrat Michael Hoppe, seit 1990 ununterbrochen unter der Präsidentschaft von Hape Marte Schriftführer und Geschäftsführer der Zunft, kandidierte nach 19 Jahren nicht mehr für dieses Amt und wurde vom 46jährigen Elferrat Roman Lasota abgelöst. Michael Hoppe wird als Elferrat weiterhin Aufgaben im Wirtschafts- und Finanzausschuß der Zunft übernehmen und sorgt weiter als Zunftraum-Wirt für das leibliche Wohl der Mitglieder im “Räumle”.

Neuer Schriftführer ist der in Schramberg-Sulgen wohnende 46jährige Roman Lasota. Er ist mit der Künstlerin und Zunft-Bühnenmalerin Vera Lasota verheiratet und Vater von drei Töchtern. Bei der Künstlergruppe “Palette” Schramberg begleitet Roman Lasota ebenfalls das Schriftführeramt.

Der Key Account Manager einer Werbefirma in Trossingen ist bei der Zunft kein Unbekannter. Er war bereits von 1996-2005 im Elferrat, wo er u.a. im Wirtschaftsausschuß, Umzugsausschuß und im Programmausschuß aktiv war. In den Jahren 2005- 2007 pausierte er im Elferrat, war in dieser Zeit jedoch als Beisitzer im Zunftausschuß tätig, ehe er 2008 in den Elferrat zurück kehrte. Er ist stv. Programm-Minister und Mitglied der Arbeitsgruppe “Abschluß”.
 
Gemäß Geschäftsverteilungsplan des Elferrates übernimmt Roman Lasota gleichzeitig die Funktion des Geschäftsführers.

Sahnetorte im Takt verspeist (Schwarzwälder Bote, 23.02.2009/44):
 
 Klassisches Liedgut und tänzerische Glanzpunkte beim Bürgerball
 
 SCHRAMBERG-SULGEN (Jessica Blümel) - Die Krattenmacher hatten auch am Samstag wieder zum traditionellen Bürgerball in die Sulgener Festhalle geladen und konnten gleichzeitig ihr 70-jähriges Bestehen feiern.
 
Als Vizepräsident der Narrenzunft Sulgen begrüßte Rolf Bühler die Gäste, worunter auch einige Vertreter der hiesigen Zünfte waren. Nach dem Einmarsch der Gastgeberzunft mit Brezelsegen eröffneten das Miniballett und die Garde das Programm.
 
Besonders die Jüngeren boten hier allein schon durch ihre große Zahl ein schönes Bild zu “Viva Colonia”, dem musikalischen Inbegriff des Kölner Karnevals. Weiter ging es mit dem Sulgener Männerballett, das mit seinen elf Jahren bereits Tradition hat. Mit blonden Zöpfen und gewohnt graziös geschwungenem Bein präsentierten sie sich als eine, in der Ausführung noch etwas ruppige, aber durchaus überzeugende Garde.
 
Zwar nicht im Gardekleidchen, darüf aber im feschen Dirndl, zierten im nächsten Programmpunkt junge “Madln” die Seite von “Heino”, der sich eine Art Wettstreit mit Playbackmusikern der Marke “altbewährter Gitarrenrock” im Anzug und mit Sonnenbrille lieferte. Diese Darbietung wurde umschrieben mit den Worten “klassisches deutsches Liedgut”.
 
Auch trat die Jazztanzgruppe des TV Sulgen mit ihrem Vampirtanz auf. Später zauberten sie zudem noch einen Tanz aus dem Land der Cowgirls aus ihrem Repertoire. Danach hieß es bei der Tanzgruppe der Hanselgilde unter anderem “aber bitte mit Sahne”. Diese melodiös gehauchte Bitte wurde dann auch prompt mit einem Stück Sahnetorte besiegelt, die natürlich passend zum Takt verspeist wurde.

Die Schorenhexen konnten mit ihrem sparsam bekleideten Bikinitanz wieder einen Treffer landen und auch der RV “Edelweiß” wurde zu einem der Knüller des Abends. Viel Körpereinsatz, ein guter Schuß Selbstironie und Spaß an der Sache waren an dieser Stelle wohl die Zutaten für eine gelungene Show.
 
Der zweite Auftritt des Männerballetts fiel dann etwas “maskuliner” aus. Sie präsentierten sich als rußverschmierte Ruhrpott-Kumpels mit gemächlichem Tanzstil. Zuvor gab es mit der Showtanzgruppe “Cute Delight” aber noch eine süße Verführung: Unter der Leitung von Sabrina Moosmann zeigten sie eine tolle Choreografie.
 
Danach ging es erst einmal mit der ehemaligen “Deutschland sucht den Superstar”-Kandidatin “Lorielle”, vormals “Lorenzo”, ins Dschungelcamp. Gemeinsam mit tierischen Wildnisbewohnern, Ureinwohnern mit Buschtrommeln und was es dort sonst noch zu entdecken gibt, gab es als Höhepunkt noch eine turbulente Gesangs- und Tanzeinlage.
 
Obwohl in den hinteren Reihen die gesprochenen Passagen etwas untergingen, blieb den Zuschauern ein kunterbuntes und bewegtes Bild auf der Bühne.

Robin Hood folgt summenden “JungXellen” (Schwarzwälder Bote, 23.02.2009/44):
 
Wagenbauer aus Sulgen und der Umgebung übertreffen sich einmal mehr mit ihren Themen / Ein ganzes Faß voll mit Dopingmitteln
 
SCHRAMBERG-SULGEN (lh) - Der Himmel war bedeckt und die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt. Nicht unbedingt die besten Bedingungen für einen mit gigantischen Mottowagen gespickten Sulgener Umzug.
 
Dennoch verkündeten die unzähligen großen und kleinen Tigerenten der Narrengruppe “Scheene Bronnerle” während des einstündigen farbenprächtigen Spektakels: “Heut is so an scheener Dag”. Im Takt des Musikvereins Sulgen und der Schramberger Stadtmusik zogen zwischen den Motivwagen Hansel, Feurenmoosgeister, Da-Bach-na-Fahrer, verschiedene Hexenzünfte, wie die Kräuterhuzeln aus Schramberg und die Schoren- und die Berghexen aus Sulgen, und hinterließen ein Chaos aus Stroh, Konfetti und Papierschnitzeln. Friedlicher und freundlicher präsentierten sich die Sulgener “Bära Datza”, die vor allem in den Blick der kleinen Umzugsgäste gerieten und diese mit Süßigkeiten belohnten.
 
Das Männerballett der Narrenzunft Sulgen machte den großen und kleinen Gardemädchen hinsichtlich ihres Teint und Lockenpracht mächtig Konkurrenz. Wie in den vergangenen Jahren übertrafen sich die genialen Wagenbaukonstrukteure in ihrem unerschöpflichen Ideenreichtum wieder einmal gegenseitig. Mit einer plüschigen Biene Maja in Übergröße schwirrten die summenden “JungXellen” aus und verteilten den Honig in Form von süßem Likör. Die Lösung der Banken- und Finanzkrise hatte der mit Pfeil und Bogen schwer bewaffnete RV “Edelweiß” parat. “Die Banken verzocken der kleinen Leut’ Glück, Robin Hood holt’s wieder zurück”. Im Schlepptau hatten die Radballer noch eine Schneekanone, mit der sie die morgens niedergegangene Pracht in die närrischen Zuschauer schossen.
 
Die “Bura-Clique” aus Hinteraichhalden feierte ihr 25-jähriges Bestehen gemeinsam mit “Lego”, das genau doppelt so alt ist. Die Hof-AG brachte es schließlich auf den Punkt und zielte auf den in Mißkredit geratenen Leistungssport ab. “Ohne (Doping-)Mittel keine Titel”. Um kräftemäßig mit ihrem überdimensionalen Rad gut durch die Umzugsstrecke zu kommen, hatten sie vorsorglich ein gefülltes Dopingfass mit an Bord, von dem auch der eine oder andere Umzugsgast eine -nicht immer freiwillige- Injektion abbekam.


 Tigerenten sind die “Weltbesten” (Schwarzwälder Bote, 24.02.2009/45):
 
“Scheene Bronnerle” siegen bei Wagenbauprämierung unerwartet
 
SCHRAMBERG-SULGEN (lh) - So spannend und knapp wie in diesem Jahr war die Prämierung der besten Wagenbaukonstrukeure des Sulgener Umzugs wohl noch nie. Für manchen, der den prachtvollen närrischen Lindwurm gesehen hatte, war das Ergebnis sicherlich auch etwas überraschend.
 
Mit nur einem Punkt Vorsprung sicherten sich die gelb-schwarzen Tigerenten der “Scheene Bronnerle” das Prädikat “weltbeste Wagenbauer” vor der favorisierten Biene Maja der summenden JungXellen, die sich 2009 “beste Wagenbauer” nennen dürfen.
 
Die Bezeichnung “ubache guade Wagenbauer” teilten sich die mit Pfeil und Bogen bewaffneten Robin Hoods von Sherwood Forrest des Radfahrvereins “Edelweiß” und das spielerische Lego-Team der Bura-Clique aus Hinteraichhalden. Die Hof-AG, die mit ihrem Dopingfass am Umzug allerhand Schabernack trieb, startete außer Konkurrenz und erhielt für ihr Mitwirken den Sonderorden der Narrenzunft Sulgen.
 
Hallensprecher und stellvertretender Präsident Rolf Bühler zeigte sich auch von der Platzierung der Fußgruppen überrascht. Denn das von ihm klar favorisierte Männerballett der Narrenzunft Sulgen schaffte es nicht unter die ersten Fünf. Es siegten die Schorenhexen Sulgen vor den Sulgener Berghexen, den Kräuter-Hutzeln aus Schramberg und den Bära Datza aus Sulgen.
 
Wie schon im vergangenen Jahr blieb der erste Preis der Verlosung, wahlweise das Kleid einer Kaffeedohle oder eines Feurenmoosgeists im Ort, wobei die Gewinnerin Hildegard Bigot sogar Mitglied der Narrenzunft Sulgen ist. Auch der zweite und dritte Preis ging an Personen aus der Bergvorstadt.

Schrille “Girls” müssen sich “Müllabfuhr” geschlagen geben (Schwarzwälder Bote, 16.02.2009/38):

Zunftball der Narrenzunft Sulgen / Präsident Hape Marte jetzt Ehrenmitglied beim Männerballett
 
SCHRAMBERG-SULGEN (Jessica Blümel) - Am Samstag waren wieder die Krattenmacher in der Sulgener Festhalle los. Mit Gastzünften aus Nah und Fern feierte die Narrenzunft Sulgen ihren Zunftball mit einem unterhaltsamen Programm und der Partyband “Starzach Duo”.
 
 Als ganz besondere Gäste begrüßte Zunftpräsident Hans-Peter Marte, der durchs Programm führte, die seit Langem begreundete “Lättguuger Winikon” aus der Schweiz, die das Publikum mit fetziger Guggenmusik bei Laune hielten. Auch eine Delegation der Schramberger Elferräte war gekommen, in Begleitung von Oberbürgermeister Herbert O. Zinell sowie die “Hoaga Ma” aus Denkendorf und die Narrenzunft Schiltach, die beide ihre sagenumwobene Entstehungsgeschichte präsentierten.
 
Bevor das eigentliche Programm begann, wurde das Drei-Generationen-Gespann mit Vera und Milena Lasota, sowie Franz Winterhalter für das gelungene Bühnenbild gebührend geehrt.
 
Weiter ging es mit Hans-Peter Marte. Er verkündete den, seit dem Heizungsausfall beim Jubiläumsfest am Freitagabend, neuen Mariazeller Narrenruf: “Hei-zung” statt des üblichen “Hei-liecher”!
 
Ähnlich amüsant ging es beim Sulgener Männerballett zu. Überraschend ernannten sie nach bestandenem Auftritt der Präsidenten der Narrenzunft Sulgen zum Ehrenmitglied. In ihren rot-weißen Gardekostümen stahlen sie dem eigentlichen Zunftball beinahe die Schau.
 
Doch auch die jüngere Garde, die gemeinsam mit dem mittleren Zunftballett nach dem Brezelsegen ihren Auftritt hatte, erntete viel Applaus, ebenso wie die “großen” Gardemädchen.
 
Ebenfalls tänzerisch engagiert zeigte sich die Jazztanzgruppe des TV Sulgen mit ihrem Vampirtanz, ehe die Sulgener Showtanzgruppe “Cute Delight” eine süße Verführung zur Musik von Schwanensee und fetzigen Rhythmen präsentierte. Eine Musikanlagen-Panne machten sie mit einer gelungenen Zugabe wieder gut. Sportliche Clowns, rassige “Frauen” im knappen Bikini, waschechte Leder-Rocker und die Müllabfuhr der etwas anderen Art: Die Rede ist vom mittlerweile schon traditionellen komisch-schrägen Männerballett, wobei sich gestandene Männer in heiße Showgirls verwandelten. Das diesjährige inoffizielle Motto des Wettbewerbs, bei dem vier schrille Tanzgruppen um die Gunst der kritischen Jury buhlten, schien zweifellos “weniger ist mehr” gewesen zu sein.
 
Denn die Teilnehmer geizten nicht mit ihren, mehr oder weniger attraktiven Reizen, und ließen während ihrer Darbietung eifrig die Hüllen fallen.
 
Unter den prüfenden Augen der Juroren Helmut Bergthal, Gaby Schwarz-Böhler und Sabine Thieke gaben zwar alle ihr Bestes und begeisterten mit strahlendem Enthusiasmus sowie tänzerischem Einsatz das tobende Publikum, doch letztendlich trug die “Müllabfuhr” vom RV Edelweiß den wohlverdienten Sieg für ihre mitreißende Performance davon.
 
Die Schorenhexen mit ihrem freizügigen Bikini-Tanz ergatterten Platz zwei, was ihre Stimmung jedoch wenig zu trüben schien. Schließlich hatten sie viel Mut bewiesen und sowohl das Publikum, als auch die Tänzer selbst hatten ihren Spaß gehabt.
 
Den dritten Platz mussten sich die Hof-AG-Clowns, die als sportlichste Gruppe des Männerballettwettbewerbs hervorgingen, mit den Rockern der Bära Datza teilen.

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